Porsche 914 Restomod

Bei diesem interessanten Projekt wird die Karosserie während der Restauration so umgebaut, dass eine Hinterachse und ein Getriebe vom Porsche Boxter (S986) verbaut werden kann.

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Zustand bei Anlieferung

Die Karosse wird entlackt angeliefert. Leider, leider aber unglücklicherweise mit einem Wachs überzogen, was für die weitere Bearbeitung, besonders aber für die spätere Lackierung eine kleine Katastrophe bedeutet. Wie so oft wurde auch das Blechkleid dieses Klassikers irgendwann mal durch ahnungslose Hände instandgesetzt. Fast alle diese Arbeiten werden nun fachgerecht revidiert.

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Instandsetzung Längsträger rechts

Der gesamte Längsträgerbereich mit allen Verstärkungen muss bis weit hinter die B Säule ersetzt werden. Viele Teile gibt es als Nachfertigung zu kaufen, aber nicht alles. Insbesondere auf der linke Seite müssen größere Bereiche hergestellt werden. Die Karosse sollte für diesen großen Eingriff in die Struktur auf einer Richtbank fixiert werden und die oberen Säulenstruktur ebenfalls nach Kontrolle der Werksmaße ausgesteift werden. Wo es möglich ist, werden die ursprünglichen Schweißarten eingesetzt.

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Instandsetzung Längsträger links

Für die linke Seite ist ein wichtiges Verstärkungsteil im Bereich B Säule leider nicht lieferbar und muss hergestellt werden. Sonst sind auch hier größere Bleche als Nachfertigung in annehmbarer Qualität verfügbar. Zum Einbau muss angrenzende Struktur wie Boden oder Fersenblech ebenfalls repariert werden. Bevor geschweißt wird, werden sämtliche Anbauteile auf Passung kontrolliert.

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Instandsetzung A und B Säulen

Die A Säulen wurden einmal repariert, allerdings auf sehr eigenwillige Art und Weise. Mit einer Mischung aus Reparaturblechen und angefertigten Teilen wird der Bereich wieder in den Originalzustand versetzt. Im Bereich der B Säulen hat nicht abgelaufene Entlackungssäure einiges an Schaden verursacht. Auch hier wird gründlich saniert und alle Bereiche vor dem Verschließen beschichtet.

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Wiederherstellung der Frontstruktur

Zur Wiederherstellung der übel reparierten Frontpartie müssen wieder diverse Bereiche nachgebaut werden, z.B. die Endspitzen. Zu den Arbeiten gehört am Ende auch das Anbringen der GT Verbreiterungen. Die erhältlichen Nachfertigungen passen relativ gut und werden stumpf und ohne Materialzusatz mit dem WIG Verfahren gefügt. Das Resultat ist eine nahezu gleichbleibende Blechdicke, die gut geschlichtet werden kann. Das spart später Arbeit beim Lackierer. Die Arbeiten beinhalten ebenfalls das Einpassen der Scheinwerfer, des Kunststoffstoßfängers, sowie der Carbon Haube.

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Instandsetzung Seitenwände

Nach den Arbeiten an den Seitenwänden bleibt von den urspünglichen Teilen kaum etwas übrig. Das Zubehörteil obere B Säule mit Griffmulde wird nach unten erweitert und mit dem erhältlichen Schließblech komplettiert. Nach Einbau der Verbreiterung ist nun fast alles neu. Auch hier wird die Blechverbreiterung mit dem WIG Verfahren geschweißt.

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Überrollkäfig

Der vom Kunden angelieferte Käfig mit perfekter Passform wird eingebaut. Grundplatten und Hauptbügel werde im MAG Verfahren fest verschweißt. Die restlichen Streben werde zunächst geheftet und später im Drehgestell im WIG Verfahren final gefügt.

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Änderungen Hinterachse und Motorraum

Der Umbau ist Kernstück der Arbeiten. Auf der Richtbank wird zunächst die Radnabe der S986 Hinterachse positioniert. Darauf folgt die Positionierung des Achsträgers und anschließend die Herstellung der neuen Rahmenteile. Da die moderne Hinterachse nun mit radführenden McPherson Federbeinen arbeitet, müssen neue Federbeindome hergestellt werden, welche die Rennsport Domlager aufnehmen. Um Platz für die neue Antriebseinheit zu schaffen, wird neue Struktur gebaut und ein größerer Bereich des Kofferraumbodens entfernt. Dieser wird später mit kleinen abnehmbaren Hauben verschlossen. Mit den Erfahrungen aus ca 15 Jahren Karosserieentwicklung werden notwendige Materialstärken und Abmessungen der tragenden Struktur abgeschätzt.

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Nächste Schritte

Die Karosseriearbeiten sind nun weitestgehnd abgeschlossen. Die Aussenhaut muss noch final geschlichtet werden und alle Spaltmasse überarbeitet werden. Die Karosse kann nun aber von der Richtbank auf den Rollwagen oder später ins Drehgestellt montiert werden, um kleine Restarbeiten z.B. am Unterboden zu erleichtern. Dann folgen noch unzählige Detailaufgaben, bis ein Roll Out in Sicht kommt. Natürlich müssen auch noch viele Probleme gelöst werden, aber genau dafür sind wir da!